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Auswahl der Pokertische

Poker Die Auswahl der Pokertische gehört zu einem der elementarsten Bestandteile des langfristigen erfolgreichen Pokerns. Eines der größten Pokerweisheiten besagt, es ist nicht wichtig, dass du perfekt spielst, es ist nur wichtig, besser zu spielen als dein Gegner. Sitzen an einem Casinotisch zehn perfekte, gleichgute Pokerspieler, verlieren langfristig alle, nur das Haus Casino gewinnt (die Rake). Darum wurde der Tischauswahl auch eine einzelne Rubrik spendiert.

Es ist aber nicht damit getan, darauf zu achten, wie hoch die Preflop Calling Frequency, der durchschnittlich gespielte Pott und die Anzahl der gespielten Hände/h sind (diese drei Angaben werden von den meisten Pokeranbietern angezeigt). Eine qualitativ hochwertige Auswahl fängt an bei der Analyse der angewandten eigenen Hauptstrategie (gutes Poker besteht natürlich aus der Varianz mehrerer Strategien und Konzepte, aber vorrangig zu betrachten ist die zeitintensivste). Auf welche Art von Gegenspielern lässt sich die Strategie am profitabelsten anwenden? Sind es beispielsweise eher die Tight-Passiven oder sind es die Loose-Aggressiven. Beide Spielertypen sind in der Regel die profitabelsten. Die meisten aus unserer Gruppe bevorzugen die Loose-Aggr.-Spieler, weil dort das Geld mit tendenziell großen Pötten gewonnen wird. Die Loose-Aggresiven sind meist an Tischen mit hohen durchschnittlichen Pötten zu hause und einer hohen Preflop Calling Frequency. Nachteil bei dieser Spielergruppe ist das häufigere Auftreten von Bad Beats (wurde vom Gegenspieler ein Einsatz bezahlt, der für die finalen Gewinnchancen seiner Hand mathematisch zu hoch ist, und dennoch gegen die Wahrscheinlichkeit das Spiel gewonnen wird, spricht der Pokerspieler von einem Bad Beat). Es gibt allerdings auch Strategien, die ausgelegt sind für die Tight-Passiven-Spieler. Gegen diese Spieler werden meistens viele kleinere Pötte gewonnen, weil sie schnell wegwerfen gegen den richtigen Raise an der richtigen Stelle (solange sie nicht die "Nuts" halten). Wegen des Bluffintensiveren Spiels ist es allerdings fast nur in höheren Stake Bereichen sehr erfolgreich. Die Tight-Passiven sind eher bei kleineren durchschnittlich gespielten Pötten und niedrigerer Preflop Call.Fr. zu finden. Die Kennzahl der gespielten Hände/h sind eher zu vernachlässigen. Es gibt zwar Stimmen, die behaupten, dass bei Tischen weniger gespielten Hände/h eher langsamere Neulinge anzutreffen sind, aber erfahrungsgemäß kann es sich auch um zufällig zeitintensive Spiele handeln. Das gilt selbstverständlich auch, aber in einem kleineren Maßstab, für die durchschn. Pottgröße etc. Denn auch die Pottgröße könnte zufälliger Weise größer sein, weil tighte Spieler mit einem FullHouse gegen ein Vierling gelaufen sind. Aus diesem Grund sind den statistischen Angaben der Pokerspielanbieter nur Orientierungswert zuzubilligen. Deshalb ist es zu empfehlen, sich kurz die einzelnen Spielerkennzahlen der am Tisch sitzenden Personen anzeigen zu lassen und danach primär die Auswahl treffen. (die Spielerkennzahlen werden mithilfe einer Trackingsoftware langfristig gesammelt).

Wir im Team spielen nur Tische, wo wir mit relativer Genauigkeit erwarten können, dass wir gegen die meisten Pokerspieler langfristig profitabel am Tisch spielen. Finden wir beispielsweise nur zwei gute Tische, dann spielen wir in dem Netzwerk nur diese beiden Tische, mehr nicht. Existieren keine attraktiven Tische, wechseln wir das Netzwerk oder legen mal die Füße hoch (kann man eigentlich auch während des Spielens ;-). Krampfhaft an Tischen mit den falschen Gegnern zu spielen führt nicht zum optimalen langfristigen Ergebnis. Und nur zum Spaß spielt kein professioneller Pokerspieler. Diese Disziplin muss jeder gute Pokerspieler haben! Zur Tischauswahl sind auch bei unseren Poker Geheimtipps nützliche Hinweise zu finden.

Um die Tischauswahl zu erleichtern, nutzen viele aus der Gruppe das sehr "mächtige" Table Selection Tool Table Shark (klicken für mehr Infos).

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