Mentale Kontrolle beim Poker
Wir sind schon kurz darauf eingegangen, dass Pokern in höheren Stakebereichen vor allem
durch psychologische Taktiken, wie dem Manipulieren un der Täuschung des Gegenspielers
gewonnen wird, was den psychologischen Faktor des Spiels hervorhebt (Pokerguide). In dieser
Lektion konzentrieren wir uns um die eigene kurzfriste und langfristige
psychische und mentale Konstitution. Wie wichtig das Verstehen von psychologischen
Aspekten ist, haben wir schon in der Poker Geheimtipps Rubrik erötert. Als Rat geben
wir, nach außerordentlichen Gewinnen oder Verlusten beim Pokern das Pausieren, um einen
kurzfristigen mentalen Ausgleich zu erreichen (und seinen Pokerbot für sich zwischenzeitlich weiter spielen zulassen).
Die Ziele, in Bezug auf die eigene psychische Verfassung beim Pokern ist die strikte Einhaltung der angewendeten Strategie (damit ist natürlich nicht statisches, berechenbares Spielen gemeint) und die offene, selbstkritische Analyse des eigenen Spiels. Um beide Ziele zu erreichen ist ein gewisser Grad an mentaler Kontrolle notwendig.
Unterschätzt wird welchen Einfluss die momentane psychische Verfassung auf das eigene Spiel hat. Es gibt eine viele Pokerspieler, die wissen wie profitables Poker gespielt wird doch nach extremen Situationen (große Gewinne/Verluste) ihr mentale Kontrolle verlieren und von ihrem "A-Spiel" auf ihr B- oder C-Spiel switchen und Performance einbüßen.
Zudem ist das Spiel Poker von der Struktur wie geschaffen für den praktizierten "Selbstbetrug" des Menschen. Der Mensch neigt dazu Bestätigungen für getroffene Entscheidungen zu suchen, wenn sie auch illusionär sind. Es ist aus der Finanzmarktpsychologie seit Jahrzehnten bekannt, dass Anleger lieber Verlustgeschäfte "laufen lassen", also Verluste nicht - und Gewinngeschäfte zu frühzeitig realisieren. Nach Statistiken zu urteilen ist genau umgekehrtes Verhalten profitabler. Auch hier greift das Prinzip, des Nichteingeständnis einer Falschprognose des Anlegers und einem zwanzwanghaften Suchen nach unterstützenden Gründen das Investment weiterhin nicht glattzustellen. Es wird lieber ein langes Aussitzen der Verluste in Kauf genommen als ein schnelles Realisieren, was die effektivere Methode wäre. Ähnlich ist es beim Poker. Auch schlechte Pokerspieler unterliegen zu einem gewissen Grade der Selbstillusion und Selbsttäuschung. Auch wenn sie sich bewußt sind, dass sie langfristig mit Poker Geld verlieren, zeigen Untersuchungen, dass immer Argumente wie "Pechsträne" oder "schlechter Tag" vorgeschoben werden um dem eigenen Ego nicht fühlen zu lassen, dass schlechtes Poker gespielt wird. Wie schon angesprochen, unterstützt Poker durch den kurzfristigen relativ hohen Glücksfaktor diese schlechten Spieler in ihrem Selbstbetrug. Mit einer 0.8 prozentigen Gewinnwahrscheinlich auf dem Flop lassen sich große Pötte beim Poker gewinnen! Und schon gibt das Spiel dem schlechten Spieler wieder eine, wenn auch falsche, Bestätigung. Somit gilt es als Devise dass eigene Spiel offen und selbstkritisch zu analysieren. Auf eine Poker Trackingsoftware zur Spielanalyse und Optimierung ist im porfesionellen Onlinepoker nicht zuverzichten.
Nicht zu vergessen ist, den schlechten Spielern Respekt zu zollen, denn ohne sie gäbe es kein profitables Pokern! Sitzen 10 gleich gute Pokerspieler am Tisch gewinnt langfristig nur das Haus.

